Ich mache mittlerweile fast alles mit Copilot. Das bedeutet, dass ich mich bei fast allen Aufgaben durch Copilot unterstützen lasse.
In PowerPoint ist mein Standard-Vorgehen mittlerweile so, dass ich meine Gedanken und das, was ich mit der Folie aussagen möchte, entweder als Stichpunkte auf eine Folie oder in die Notizen schreibe. Anschließend bitte ich Copilot daraus eine Folie zu erstellen und gebe Format- und Designvorgaben, Zielgruppe und Zweck mit.
Dazu nutze ich noch die passenden Skills und komme schnell zu einem guten Ergebnis.
In Excel habe ich selten mit wirklich komplexen Tabellen zu tun. Trotzdem nutze ich auch hier ständig Copilot. Mal nur, um eine Formel zu erstellen, mal um Daten auszuwerten oder zu vergleichen, mal um Analysen und Trends zu visualisieren und auch, um kritische Punkte und wesentliche Aussagen management-tauglich zu extrahieren.
Besonders häufig nutze ich Copilot, um unterschiedliche Artefakte zu erzeugen und dabei auf mein Arbeitswissen zuzugreifen. Dabei entsteht aus einer Exceltabelle und einem Worddokument eine übersichtliche Präsentation oder aus einer Exceltabelle und einem Researcher-Bericht ein Worddokument mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.
Wichtig ist mir weiterhin ganz besonders, dass ich für die Ergebnisse verantwortlich bin und alles prüfe und freigebe, bevor ich die Antworten nutze.
Ausgerechnet der Copilot Ambassador steigt manchmal aus
In letzter Zeit ist mir allerdings aufgefallen, dass es auch Themen gibt, für die ich Copilot bewusst nicht nutze, oder Funktionalitäten, die nicht zu meiner Arbeitsweise passen.
Als Copilot Ambassador ist es natürlich trotzdem meine Aufgabe diese Möglichkeiten zu kennen und darüber zu informieren. Das heißt aber ja nicht, dass ich sie selber nutzen muss 😉
Meine E-Mails müssen weiterhin durch meinen Kopf
Ich schreibe E-Mails grundsätzlich selber.
Das liegt vor allem daran, dass ich meistens weiß, was ich schreiben möchte. In den meisten E-Mails geht es um Aufgaben, Zusammenfassungen und Zusammenhänge und ich sortiere mich und meine Gedanken beim Schreiben. Außerdem berufe ich mich in E-Mails immer mal wieder auf Gespräche oder etwas, das Copilot nicht wissen kann.
Mir kommt es also vor allem darauf an, klar zu formulieren und Zusammenhänge selber noch besser zu verstehen, während ich sie aufschreibe.
Tippen ist mein Tempolimit fürs Denken
Ich tippe meine Prompts anstatt sie mündlich zu formulieren.
Klar, ich verstehe das Argument, dass man schneller spricht als schreibt. Aber das ist für mich auch ein entscheidender Punkt: Ich denke beim Schreiben. Und zwar viel mehr als beim Sprechen.
Zusätzlich bin ich eh schon genervt, wenn ich mit Geräten reden soll oder diese mit mir reden. Ich will beim Arbeiten meine Ruhe haben und auch nicht mich selbst hören. Dafür habe ich viel zu viele Meetings. Außerdem tippe ich nicht so langsam, dass sich das irgendwie auf meine Performance auswirken würde. Die langsamere Geschwindigkeit hole ich locker durch die viel bessere Qualität beim durchdachten Schreiben rein.
Ich mache allerdings eine Ausnahme: Ich nutze manchmal den mobilen Facilitator, um meine Gedanken abzuladen und anschließend strukturieren zu können. Das kommt aber nur vor, wenn ich so viele ganz verschiedene Themen im Kopf habe, dass ich mich sonst verzetteln würde und mindestens 20 Minuten darüber erzählen muss.
Beim Blog darf Copilot nur an die Überschriften
Ich schreibe meine Blogartikel und LinkedIn-Posts selber.
Da gibt es keine Ausnahmen. Hier gilt Ähnliches wie bei den anderen Schreib-Themen: einerseits schreibe ich gerne und andererseits lerne ich dadurch besser und sortiere meine Gedanken beim Tippen und Formulieren.
Nachdem der Blogartikel fertig ist, kommt manchmal trotzdem Copilot zum Einsatz, und zwar für eine einzige Aufgabe. Er schlägt mir manchmal Alternativen für Titel und Zwischenüberschriften vor. Das macht er aber erst, wenn der Text komplett steht und nur an den Stellen, an denen ich Zwischenüberschriften haben möchte.
Ansonsten sind Blog und LinkedIn bei mir KI-frei 😊
Nicht jede Funktion muss bei mir Karriere machen
Das ist natürlich meine rein persönliche Arbeitsweise. Ich finde, dass man alle Funktionen mal ausprobieren sollte und dann die Möglichkeiten und Anwendungsfälle identifiziert, bei denen Copilot einem ganz persönlich einen Mehrwert bringt.
Die beste KI funktioniert nicht, wenn sie nicht zur eigenen Arbeitsweise passt.
Am Ende analysiert mich Copilot doch noch
Ich war neugierig und habe Copilot gefragt, ob er anhand dieser Themen, bei denen ich mich nicht unterstützen lasse, sondern weiterhin selber mache, ein Muster erkennt oder eine Analyse meiner Arbeitsweise machen kann.
Das Ergebnis ist zutreffend und ich hätte es diesmal wirklich nicht besser formulieren können 😉
„Schreiben verlangsamt dein Denken auf eine für dich hilfreiche Geschwindigkeit.“
Genauso ist es. Beim Schreiben werden meine Gedanken etwas weniger schnell und ich kann sie besser fassen und formulieren.
Wie ist das bei euch? Welche Aufgaben erledigt ihr weiterhin bewusst ohne Copilot?