Mein Modern Work Setup

Ich werde ziemlich häufig gefragt, mit welcher Hardware ich reise und wie ich damit digital und ortsunabhängig arbeite.

Viele Menschen sind überrascht, wenn sie sehen wie wenig ich tatsächlich dabeihabe.

Eigentlich hat das schon vor etwa 25 Jahren begonnen, als ich mir 2001 für mein Informatikstudium meinen ersten Laptop gekauft habe. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt, überall arbeiten zu können und weder Monitor noch Maus zu benötigen. Seitdem hat sich daran erstaunlich wenig geändert.

Ein Kunde bestand einmal darauf, dass ich vor Ort mit einem klassischen Setup aus PC, Monitor, Maus und Tastatur arbeite. Für mich war das eine ziemliche Umstellung. Ich war deutlich langsamer und habe gemerkt, wie sehr ich mich daran gewöhnt habe, einfach mit meinem Laptop zu arbeiten.

Auch längere Texte schreibe ich häufig direkt auf dem Smartphone. Gerade wenn keine besondere Formatierung notwendig ist, funktioniert das für mich sehr gut. Mein Kochbuch habe ich Anfang der 2020er komplett am Smartphone geschrieben und die Texte später am Laptop in PowerPoint in das finale Layout gebracht.

Mein aktuelles Setup

Im Grunde ziemlich ähnlich wie damals im Studium, nur mit besserer Hardware. Ich brauche einen Laptop, ein Smartphone und ein Headset. Damit bin ich praktisch überall arbeitsfähig.

Mein Setup ist bewusst minimal. Wichtig ist mir vor allem, dass alles leicht, zuverlässig und schnell einsatzbereit ist. Wenn ich unterwegs arbeite, möchte ich meinen Laptop aufklappen können und sofort arbeitsfähig sein, egal ob im Café, im Coworking Space oder auf einer Parkbank.

Seit ich unterwegs bin, nutze ich außerdem kein Papier mehr, weder beruflich noch privat. Ich habe nur noch einen einzigen Stift dabei, mit dem ich direkt auf meinem Surface schreibe.

Blick von der Dachterrasse in Cuenca; im Vordergrung ein aufgeklappter Laptop mit Headset und daneben Kekse und eine Espressotasse; alles auf einem Glastisch

Ein Arbeitsplatz, der sich kaum verändert

Das Spannende ist, dass sich mein Arbeitsplatz seit Jahren kaum verändert hat. Egal ob kleine Wohnung in Buenos Aires, Dachterrasse in Cuenca oder Parkbank, das Grundprinzip bleibt gleich: Laptop aufklappen, Headset anschließen, arbeitsfähig sein.

Ein Beispiel aus meinem Alltag

Während meines Aufenthalts in Buenos Aires habe ich an einem Spanischkurs teilgenommen. Alle anderen Teilnehmenden hatten das Lehrbuch und einen Block für Notizen und Hausaufgaben dabei.

Ich habe gleich am ersten Tag den QR-Code im Buch entdeckt und mir die digitale Version heruntergeladen. Ehrlich gesagt wäre ich ziemlich enttäuscht gewesen, wenn es keine gegeben hätte.

So konnte ich von Anfang an komplett digital arbeiten. Auf dem Laptop hatte ich im geteilten Bildschirm das Lehrbuch und OneNote für Notizen geöffnet. Für mich war das ein perfektes Setup.

Wenn ich etwas nicht verstanden habe, konnte ich direkt eine KI fragen oder meine Hausaufgaben von der KI prüfen lassen. Auch bei der Vorbereitung eines Referats zum Ende des Kurses hat mir KI als Ideengeber und Sparringspartner sehr geholfen.

Im Beratungsalltag mache ich dagegen kaum handschriftliche Notizen. Dort tippe ich fast alles direkt auf dem Laptop oder Smartphone.

Screenshot mit einer Aufgabe aus dem Lehrbuch links und rechts handschriftlichen Notizen in OneNote

Modern Work in der Praxis

Für mich bedeutet Modern Work vor allem Freiheit bei der Wahl des Arbeitsortes. Solange ich eine stabile Internetverbindung habe, kann ich meine Arbeit erledigen. Meetings finden online statt, Dokumente sind digital verfügbar und viele Abstimmungen laufen über Chat oder Videokonferenzen.

Dadurch wird es möglich, auch von anderen Ländern aus zu arbeiten und Projekte trotzdem zuverlässig zu begleiten.

Ein persönliches Fazit

Mir ist bewusst, dass dieses Setup nicht für jede Arbeit oder jedes Team funktioniert. Viele Menschen arbeiten gerne mit mehreren Bildschirmen oder nutzen weiterhin Papier für Notizen.

Für mich persönlich hat sich das minimalistische Setup jedoch sehr bewährt. Laptop, Smartphone und Headset reichen aus, um praktisch überall arbeitsfähig zu sein.

Mich interessiert, wie ihr arbeitet. Könnt ihr euch so ein Setup vorstellen? Oder arbeitet ihr vielleicht selbst regelmäßig von unterwegs? Dann erzählt gerne, mit welcher Hardware ihr reist.

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